Tokkumma Barattoota Oromoo Biyyaa Jarmanii (TBOJ)

Union of Oromo Students in Germany (UOSG)

Baga Nagaan dhuftan! Welcome! Herzlich Willkommen!

Info Veranstaltung der Oromo in Deutschland

 

 

 

Qophiilee Walbaru, Sagantaa Aadaa fi Seenaa Oromoo Biyyaa Jarmanii kessa

magaaloota Aadda addaatti geggeeffama jira

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erlangen Höchstadt (05.02.2016), Herzogenaurach (15.04.2016), Roth (17.06.2016), Regensburg (29.07.2016)

 

 

Magaaloota adda addaa biyyaa Jarmanii kessa baqattoota fi jiraattoota Oromoo, Tokkummaa Barattoota Oromoo biyyaa Jarmanii/TBOJ wolin ta’uudhaan,

Qophii galgala qophessuudhaan

 

-Bulchiinsa magaaloota

-Misesnoota Paartilee siyaasaa Biyyaa Jarmanii

-Gargaartoota baqattoota Oromoo fi

-Dhaabbile mirga dhala namaaf falmatan afeeruudhaan fi hawasoota adda addaa

-akkasumas gaazexeessoota afeeruudhaan

 

Barumsa Seenaa Oromoo:

 

Waa’ee seena Ummata Oromoo, Sirna Gadaa fi haala siyaasa ama Oromiyaa kessa jiru Ragaoole qabatama irra hundaa’ee qophessudhaan barumsa kann kenname yemmu ta’u, dhumarattis Oromoon maalif baqata? Isa jedhuuf deebii bal’aa kenname booda kessummoota fi baqattoota Oromoo gidduutti marii bal’aa geggeeffame jira.

 

Aadaa Oromo beksisuu:

 

Nyaata fi Uffata Aadaa Oromoo akkasumas sirba fi shibbisaa godinaale Oromoo adda addaa argarsisuun Oromoon haabashaa ykn Itophiyaa utu hinta’in, saba aadaa fi seena ofi qabu ta’uusa sirritti akka beekamu godhame jira.

 

Kanumarratti gaazexessoota adda addaa qophii irratti argamani gabaasa barressaniiru. Jiraattoota magaaloota kanas akkasumas namoota hawaasaa kessa murtessaa kan ta’aani barumsa kenname booda, waa’ee Oromoo yeroo jalqabaaf dhagahu isaani kan nu ragaasisaani yemmu ta’u, dabalate wolitti dhufenya ummata Oromo wolin umame kuni biyya Jarmanii kanaafis bu’a qabessa waan ta’eef akka ittifufu nu hubachisanii qophiikenyarratti waan afeeramani argamanif gammachuusaani nu ibsaniiru.

 

 

Injifannoon Ummata Oromoof

Germany 2016

 

Oromo wollen ihre Kultur bewahren

 

 

 

 

Die Menschen aus Äthiopien leiden unter Menschenrechtsverletzungen. Rund 100 haben im Raum Regensburg Zuflucht gefunden.

Von Angelika Lukesch, MZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oromo-Frauen bereiteten Kaffee für die Gäste des Abends. Fotos: Lukesch

 

 

 

Die Ureinwohner Ostafrikas

 

Die Oromo sind Ureinwohner Ostafrikas und gehören zu den kuschitischen Völkern. Sie sind die größte Nation Ostafrikas und die zweitgrößte auf dem afrikanischen Kontinent. Ihr Land Oromia ist über 600000 Quadratkilometer groß und liegt am Horn von Afrika. Es gibt 30 bis 40 Millionen Oromo (Schätzung von 2013). Sie sind Anhänger der Oromo-Religion Waaqeffanna oder des Christentums und des Islam.

 

Oromia sei, sagte Felleke Bahiru Kum, die fruchtbarste Region in Äthiopien (80 Prozent der Volkswirtschaft). Die Oromo hätten bis vor 120 Jahren unabhängig mit ihrer eigenen Sprache und ihrer Kultur gelebt. Die Gesellschaftsordnung war durch das demokratische Gadaa-System geprägt. Die „Berliner Konferenz zur Aufteilung Afrikas“ (1884/85) beendete diese Unabhängigkeit. Es entstanden politische Gebilde, die von Abessiniern (Volksgruppe der Amhara und Tigres) geprägt wurden. Die politischen Grenzen am Horn von Afrika wurden neu festgesetzt. Die abessinischen Eroberer seien von rivalisierenden europäischen Mächten unterstützt worden. Es wurde Krieg gegen die Völker des Südens und auch gegen Oromia geführt. Das Land wurde erobert.

 

Die größte Nation Ostafrikas

 

Heimat:

 

Das Volk der Oromo gehört zu den Ureinwohnern Ostafrikas und zu den kuschitischen Völkern. Sie ist die größte Nation Ostafrikas und die zweitgrößte auf dem afrikanischen Kontinent. Das Land Oromia ist 600000 Quadratkilometer groß und liegt am Horn von Afrika.

 

Einwohner:

 

Etwa 30 bis 40 Millionen Menschen (Schätzung aus dem Jahr 2013) leben hier. Gesprochen wird Afaan Oromoo.

 

Seit dieser Zeit setzen die nachfolgenden Regierungen die Unterdrückung der Oromo fort. Seit 1928 gibt es im Oromo-Land Aufstände gegen die abessinischen Eroberer. 1973 wurde die „Oromo Liberation Front“ (OLF) gegründet. Seit 1974 führt die OLF den bewaffneten Kampf gegen die äthiopischen Regierungen. 1991 wurde die Militärdiktatur gestürzt und eine Übergangsregierung unter Beteiligung der drei Widerstandsbewegungen OLF, Eritrean Liberation Front (EPLF) und Tigrary Liberation Front (TPLF) gebildet. Doch seit 1992 beansprucht die TPLF (mit Anhängern der Ethiopia Peoples Revolutionary Democratic Front, kurz EPRDF) die politische Macht allein für sich. Die Opposition (auch die OLF) wird mit Waffengewalt ausgeschaltet. Die Folge: zurzeit geschehen massive Menschenrechtsverletzungen gegen die Oromo. Jede Art von politischer Opposition wird unterdrückt. Der bloße Verdacht auf Mitgliedschaft oder Sympathie wird brutal verfolgt, es wird außergerichtlich inhaftiert, gefoltert und ermordet.

 

Nicht alle werden anerkannt

 

Felleke Bahiru Kum zeigte Videos von Menschenrechtsverletzungen, die keinen im Saal unberührt ließen. Ob ein Oromo in Deutschland als Flüchtling anerkannt werde oder nicht, hänge zu einem großen Teil davon ab, wie er sich verständlich machen und seine Geschichte von Verfolgung glaubhaft machen könne. Deutschland spreche mittlerweile im internationalen Kontext in Zusammenhang mit den Oromo von „Menschenrechtsverletzungen“, so dass oromische Flüchtlinge hier Asyl erhalten könnten. Oftmals jedoch, sagte Kum, seien sprachliche Schwierigkeiten die Ursache dafür, dass ein Oromo-Flüchtling in Deutschland keine Anerkennung und damit auch keine Sicherheit finde.

 

Garbummaa

Oromo gegen Abschiebung

 

 

Nürnberg, 06.11.2015

 

Sie wollen nicht aus Deutschland nach Äthiopien abgeschoben werden: Deshalb haben Mitglieder des Oromo-Volkes vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) demonstriert.

Haft und Gewalt

Nach Einschätzung von Amnesty International wurden zwischen 2011 und 2014 etwa 5.000 Mitglieder der Oromo in Äthiopien inhaftiert und sind in der Haft häufig Gewalt ausgesetzt. Laut Amnesty International gehören zu den Inhaftierten friedlich Protestierende, Studierende, Mitglieder von Oppositionsparteien aber auch Menschen, die bloß ihre Zugehörigkeit zu den Oromo und deren kulturelle Identität betonen. Familienmitglieder der Verdächtigten stehen laut Amnesty International unter Generalverdacht, weil man ihnen unterstellt, dass sie die kritischen Positionen der Verwandten übernommen haben.

 

 

Quelle: BR 24

Heimat auf unbestimmte Zeit

 

Greding Greding (HK) Andernorts gibt es oftmals Proteste oder gleich gar keine Unterkünfte. In Greding aber haben sich seit Mitte vergangenen Jahres 19 Asylbewerber eingewöhnt und eingelebt. Ohne größere Probleme. Wohltuend unaufgeregt.

 

In ihren Herkunftsländern sind sie ihres Lebens nicht mehr sicher, in Greding helfen ihnen kostenlose Hallenbadbesuche ein wenig über ihre schwierige Lage hinweg. Wie es mit ihnen weitergeht, das weiß derzeit keiner der 19 Asylbewerber aus Äthiopien und Pakistan, die seit einem Dreivierteljahr völlig unauffällig im Herzen der Stadt wohnen.

 

Es sind traumatische Erlebnisse, die sie geprägt haben. Über sie zu sprechen, fällt vielen von ihnen nicht leicht. Auch Muhammad Naeem aus Karachi wirkt eher verschlossen. Der Schneider arbeitete in seiner Heimat in jener Branche, mit der sich Pakistan einen guten Namen in der Welt gemacht hat. Doch der positive Ruf ist überlagert von der politischen Situation in dem Land, die beinahe auch dem 47-jährige Vater das Leben gekostet hätte: Er wurde brutal gefoltert und beinahe zu Tode geprügelt. Mit mehreren Knochenbrüchen und einer schwerwiegenden Kopfverletzung ließen ihn seine Peiniger im Staub liegen. und schenkten ihm keine Beachtung mehr, weil sie ihn bereits tot wähnten. Es grenzt an ein Wunder, dass er nun in Greding einen neuen Anfang wagen kann. Wie der konkret aussehen wird, das weiß Muhammad Naeem nicht. Seine Familie ist für ihn unerreichbar.

 

In der Wohngemeinschaft der Asylbewerber weiß man nicht nur seine Näh-, sondern auch seine Kochkünste zu schätzen. Eines seiner köstlichen Reisgerichte dampft im Gemeinschaftsraum – der eigentlich nichts anderes ist als der Hausflur –, als es klingelt und eine rührige Seniorin mit großem Hallo empfangen wird. Es ist ja auch die „Mama“, wie man Ursula Beer-Holm hier einfach nur nennt. Sie hat drei der Männer auf der Straße kennengelernt, als diese sie auf ihren Hund angesprochen haben. Kurz darauf wurde sie zur guten Seele des Hauses.

Besonders schwärmt sie für Mimi Teshome. Die 25-Jährige „ist unser Zuckerstückchen“, so Beer-Holm. Im Zimmer der Äthiopierin kämpft Erzengel Michael als Poster den guten Kampf des Glaubens, daneben lächelt Maria mit Jesuskind von der Wand. Auch andere Zimmer sind mit religiöser Symbolik gespickt. Bei den Pakistanern Raja Ghulam Mustafa und Ahmad Ata-Ul-Hayee prangt die Kaaba im Zimmer, eine Nachbildung der islamischen Wallfahrtsstätte.

 

Bei letzterem aber auch eine Ferrarifahne. „Ich liebe den Automobilsport“, sagt der 23-Jährige. Wie alle seine Wohngenossen, die sich über zwei Stockwerke verteilen, achtet auch er sehr darauf, dass das eigene kleine Reich sauber und ordentlich ist. Er ist Automechaniker, hat in seiner Heimat studiert. Bis ihn die andauernde Bedrohung des eigenen Lebens zwang, alles aufzugeben. Nun träumt er von der beruflichen Selbstständigkeit. Sieht Deutschland als große Chance, liest sogar ganze Bücher auf deutsch. Auch wenn ihm das stundenlanges Blättern in Wörterbüchern beschert.

 

Ein Stock höher hat Robale Lamil Gada in der Musik seine Sprache gefunden, mit der er sich am besten ausdrücken kann. In seinen selbst komponierten und gedichteten Liedern, die er zu Keyboardklängen vorträgt, beklagt er das Fehlen von Demokratie und Frauenrechen in seinem Heimatland. Sein Zimmernachbar und Landsmann hat sogar schon eine eigene CD veröffentlicht. Ob es beiden gelingt, vielleicht mal mit einem gemeinsamen Projekt die Künstlerkarrieren voranzutreiben, wird die Zukunft zeigen. Nun gilt es, das Beste aus der Gegenwart zu machen.

 

Von Jürgen Leykamm

http://mobil.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Heimat-auf-unbestimmte-Zeit;art596,2740954